Hautausschlag durch Allergie: Tipps gegen Quaddeln, Pusteln & rote Flecken

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Ein Hautausschlag, der durch eine allergische Reaktion verursacht wird, ist ein häufiges Symptom, das auftritt, wenn das Immunsystem des Körpers überempfindlich auf eine bestimmte Substanz reagiert. Diese allergische Reaktion kann verschiedene Ursachen haben, von Nahrungsmitteln über Medikamente bis hin zu Kontakt mit bestimmten Substanzen. In dieser Einleitung werden wir genauer darauf eingehen, was einen allergischen Hautausschlag verursachen kann, wie er sich äußert und welche Maßnahmen zur Behandlung und Vorbeugung ergriffen werden können.

Aktuelles

2023-09-18 – Ausgewogene Ernährung ist das A und O

Eine aktualisierte Leitlinie zur Allergieprävention betont die Bedeutung der Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit für die Vorbeugung von Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma und anderen Erkrankungen. Sie empfiehlt eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Milchprodukten, Obst, Nüssen, Eiern und Fisch. Die Meidung von potenziellen Allergenen wie Ei und Erdnuss während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Stillen wird als ideal für die ersten Lebensmonate betont. Weitere Informationen zu allergiepräventiven Maßnahmen bietet die Deutsche Haut- und Allergiehilfe.

2023-07-06 – Prurigo nodularis – Knoten, die unter die Haut gehen

Prurigo nodularis ist eine seltene, chronische Hauterkrankung mit starkem Juckreiz. Die genaue Ursache ist unbekannt, doch vermutet man eine Störung des Nerven- und Immunsystems. Typische Symptome sind knotige Hautveränderungen, die den Juckreiz verstärken. Dieser Kreislauf führt zu Schlafstörungen und psychischen Belastungen. Therapien zielen darauf ab, den Juckreiz zu lindern und die Haut zu heilen. Neben nichtmedikamentösen Ansätzen kommen auch innerliche Behandlungen wie Biologika zum Einsatz. Wichtig ist auch die psychische Unterstützung der Betroffenen. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe bietet weitere Informationen zu Prurigo nodularis.

Umfangreiche Gründe für Hautausschläge: Ein Überblick

Ein Hautausschlag ist ein vielfältiges Symptom, das auf eine Reihe unterschiedlicher Erkrankungen hinweisen kann. Von allergischen Reaktionen über Parasitenbefall bis hin zu viralen Infektionen gibt es zahlreiche mögliche Ursachen für einen Hautausschlag.

Die Diagnosestellung kann aufgrund dieser Vielfalt oft herausfordernd sein, daher ist es für Ärzte äußerst hilfreich, wenn Patienten bereits einige mögliche Ursachen ausschließen können. Im Folgenden werden potenzielle Gründe für einen Hautausschlag, einschließlich allergischer Reaktionen und anderer Erkrankungen, aufgeführt.

Häufige allergische Hautreaktionen: Eine Übersicht
Allergische Reaktion Beschreibung
Nesselsucht Juckender Hautausschlag, der aus geröteten Quaddeln oder Schwellungen besteht
Neurodermitis Chronische Hauterkrankung, die zu trockener, juckender und geröteter Haut führt
Kontaktallergie Reaktion der Haut auf bestimmte Substanzen, die mit der Haut in Kontakt kommen
Ausschläge durch Medikamentenunverträglichkeit Hautreaktionen aufgrund der Einnahme von Medikamenten, die allergische Reaktionen auslösen können

Allergische Reaktionen

Hautausschläge werden durch Kontaktallergien wie die allergische Kontaktdermatitis verursacht, bei der der Körper auf ein Allergen reagiert, das die Haut berührt.

Bei Kontaktallergien kann es einige Tage dauern, bis der Ausschlag auftritt. Mögliche Ursachen für allergische Hautreaktionen sind bestimmte Pflanzen, Insektengifte, Nahrungsmittel, Medikamente und/oder Latex.

Medikamente wie Penicillin können Hautausschläge verursachen, was als Arzneimittelallergie bezeichnet wird. Diese kann lebensbedrohlich sein. Ein anaphylaktischer Schock ist eine systemische, lebensbedrohliche Reaktion auf ein Allergen.

Symptome eines anaphylaktischen Schocks können Luftnot und Schwellungen im Gesichts- oder Mundbereich sein und treten häufig unmittelbar nach Kontakt mit dem Auslöser (Allergen) auf. Sie erfordern sofortige medizinische Behandlung.

Zu den Symptomen eines anaphylaktischen Schocks gehören:

  • kaltschweißige Haut
  • Herzrasen
  • pfeifende, schnelle und flache Atmung
  • Verwirrung und Angstgefühle
  • Benommenheit oder Ohnmacht
  • Erbrechen, Durchfall
  • sehr niedriger Blutdruck und hohe Herzfrequenz

Die Symptome können einzeln oder in verschiedenen Kombinationen auftreten, und keines davon lässt vorhersagen, wie schwer der allergische Schock sein wird. Es ist wichtig, die Informationen über die Behandlung eines anaphylaktischen Schocks und die zu ergreifenden Maßnahmen im Falle von Symptomen direkt zu lesen.

Autoimmunreaktionen

Bei einer Autoimmunreaktion greift das Immunsystem den eigenen Körper an. Ein Beispiel dafür ist der Lupus erythematodes, kurz Lupus. Ein charakteristisches Symptom von Lupus ist ein Schmetterlingserythem. Ein Erythem bezeichnet eine entzündliche Rötung der Haut. Das Schmetterlingserythem erhält seinen Namen aufgrund seiner markanten Form, die an einen Schmetterling erinnert. Diese Art von Hautausschlag tritt typischerweise auf den Wangen und dem Nasenrücken auf und betrifft häufig junge Frauen im gebärfähigen Alter.

Infektionen und Hautausschlag

Art der Infektion Beispiele
Bakterielle Infektionen Abszesse, Furunkel und Karbunkel, Scharlach
Virusinfektionen Windpocken, Hand-Fuß-Mund-Erkrankung, Ringelröteln
Pilzinfektionen Windelpilz, Ringelflechte, Fußpilz
Gemarkung: Definition und Beispieles

Hautausschlag: Nicht immer eine Allergie verantwortlich

Ein Hautausschlag muss nicht zwangsläufig auf eine allergische Reaktion hinweisen. Tatsächlich kann er auch ein Symptom für verschiedene bakterielle Infektionskrankheiten sein. Einige dieser Krankheiten können jedoch relativ schnell bei der Diagnose ausgeschlossen werden, da sie in Europa selten vorkommen und eher in Entwicklungsländern ein Problem darstellen, wie zum Beispiel Typhus.
Diese bakteriellen Infektionen umfassen auch:
  • Streptokokkeninfektionen, auch bekannt als Scharlach
  • Syphilis
  • Borreliose
Ein Hautausschlag muss nicht zwangsläufig auf eine allergische Reaktion hinweisen. (Foto: AdobeStock - 62917200  Smileus) Ein Hautausschlag muss nicht zwangsläufig auf eine allergische Reaktion hinweisen. (Foto: AdobeStock – 62917200 Smileus)

Virale Infektionen und Kinderkrankheiten als Auslöser von Hautausschlägen

Hautausschläge aufgrund von Allergien sind zwar häufig, aber auch virale Infektionen können weit verbreitete Ursachen sein.

Viele dieser Infektionen sind sogenannte „Kinderkrankheiten“, die die meisten Menschen bereits in jungen Jahren durchgemacht haben und daher später im Leben als Ursache für Hautausschläge ausgeschlossen werden können.

Andere virale Infektionen, die in Europa nicht weit verbreitet sind, können ebenfalls schnell diagnostiziert oder ausgeschlossen werden.

Zu diesen gehören:

  • Masern
  • Windpocken
  • Gürtelrose
  • Röteln
  • Pfeiffersches Drüsenfieber (auch als Kusskrankheit bekannt)
  • Herpes
  • Ebola
  • Dengue-Fieber

Pilzerkrankungen und Parasitenbefall: Mögliche Auslöser für Hautausschläge

Auch Pilze und Parasiten können Hautausschläge verursachen.

Zu den bekanntesten Pilzerkrankungen gehören:

  • Skabies (auch bekannt als Krätze)
  • Pilzinfektionen wie Fußpilz
Auch Pilze und Parasiten können Hautausschläge verursachen. (Foto: AdobeStock - _404160721  Andrey Popov)

Auch Pilze und Parasiten können Hautausschläge verursachen. (Foto: AdobeStock – _404160721 Andrey Popov)

Autoimmunkrankheiten und rheumatische Erkrankungen: Hautausschläge als mögliches Symptom (Video)

Hautausschlag durch Allergien ist häufig, aber es gibt auch einige seltene Autoimmunkrankheiten, die sich durch einen Ausschlag manifestieren können. Diese Krankheiten resultieren aus einer Immunreaktion gegen den eigenen Körper. Ebenso können rheumatische Erkrankungen Hautausschläge verursachen.

Beispiele für diese Art von Erkrankungen sind:

  • Systemischer Lupus Erythematodes
  • Psoriasis (auch als Schuppenflechte bekannt)

Video: DAUERHAFTER JUCKREIZ: Wenn der ALLTAG zur HÖLLE wird | taff | ProSieben

Gruppe Beschreibung
Erhebungen auf der Haut
Knötchen (Papel) Hauterhebung mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern.
Knoten (Nodus) Eine größere Hauterhebung mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern.
Plaque Eine flächige Hauterhebung bis zu zehn Zentimetern Durchmesser.
Bläschen (Vesikel) Eine Erhebung mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern, die mit Flüssigkeit gefüllt ist.
Blase (Bulla) Eine flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern.
Pustel (Pustula) Eine Hauterhebung, die mit Eiter gefüllt ist.
Quaddel (Urtica) Eine beetartige Erhebung mit Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe. Kann einen Durchmesser zwischen 0,2 und 10 Zentimetern aufweisen.
Schwellung
Vertiefung in der Haut
Riss (Rhagade)
Erosion Eine oberflächliche Verletzung der Haut.
Exkoration Eine Verletzung, die tief unter die Oberfläche geht.
Geschwür (Ulkus) Eine tiefe, chronisch verlaufende Verletzung der Haut.
Hautauflagerungen
Schuppen (Squama) Oberhaut, die sich an einem zusammenhängenden Bereich ablöst.
Kruste (Crusta) Eingetrocknete Flüssigkeit auf der Oberfläche der Haut.
Ausschlag ohne Erhebung oder Vertiefung
Hautrötung (Erythem) Rote Fleckenbildung auf der Hautoberfläche, lokal oder am ganzen Körper.
Flecken (Makel) Eine umgrenzte Farbveränderung der Haut.
Hautvergröberung (Lichenifikation) Die Haut verändert sich in großen Flächen und wird lederartig.
Reize durch Hautveränderung Die Haut brennt oder juckt an den betroffenen Hautstellen.
Form und Anordnung der Hautveränderung Gruppiert, verstreut oder großflächiger Hautausschlag.

Hautausschlag: Ursachensuche bei Allergie oder Lupus

Ein Hautausschlag ist nicht nur ein äußerliches Symptom, sondern oft ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung.

Die Suche nach der Ursache kann sich insbesondere bei Hautausschlägen durch Allergien oder Lupus als langwierig erweisen.

Bei einem Hautausschlag durch Allergie ist eine gründliche Diagnose entscheidend, um das auslösende Allergen zu identifizieren. Dies erfordert oft eine Vielzahl von Tests, um festzustellen, gegen welche Substanz die Person allergisch ist.

Während dieser Diagnosephase kann der Patient in der Regel Antiallergika erhalten, um die Symptome wie Juckreiz vorübergehend zu lindern.

Die Therapie des Hautausschlags zielt darauf ab, nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch die zugrunde liegende Erkrankung, sei es eine Allergie oder Lupus.

Diese Suche nach der Ursache erfordert die aktive Mitarbeit des Patienten, der dem Arzt genaue Informationen über den Hautausschlag und potenzielle Auslöser wie Waschmittel geben sollte.

Video: Wie behandeln und Hautausschlag Cure


Tipps gegen juckende Hautausschläge und rote Stellen durch Allergien

Nr. Tipp
1 Mögliche Auslöser erkennen. Tritt juckende Haut immer wieder auf, wie etwa nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln oder nur in einer Jahreszeit, sollte man unbedingt einen Allergietest durchführen lassen.
2 Ein Hautausschlag-Tagebuch zu führen, kann dem behandelnden Arzt enorm hilfreich sein. Tritt der Ausschlag nur gelegentlich auf, sollte man dort Form, Färbung, Ausbreitung und Beschaffenheit der Haut festhalten.
3 Salben und Cremes können Hautausschlag oder zumindest die damit verbundenen Beschwerden lindern. Bei medizinischen Salben ist eine Abstimmung mit dem Arzt oder zumindest mit dem Apotheker nötig, bei handelsüblichen, entzündungshemmenden Cremes wie zum Beispiel Zink ist das nicht nötig.
4 Aloe Vera kann bei Hautausschlag durch Allergie ebenfalls helfen, da es die gereizte Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt und so Juckreiz mildern kann. Weitaus effektiver ist es aber bei Bakterien- und Pilzinfektionen, da es mit bestimmten Substanzen diese sogar bekämpfen kann. Zur Behandlung das Aloe-Gel auf die juckenden Bereiche auftragen, für mindestens 15 Minuten einwirken lassen und dann die Reste entfernen.
5 Heilerde kann ebenfalls gegen Juckreiz helfen, der oft ein Teil von Hautausschlag durch eine Allergie ist. Sehr gut hilft sie auch, wenn die Haut durch häufiges Kratzen schon entzündet ist, da Heilerdepaste kühlend wirkt und zudem die Haut beruhigt. Heilerde bekommt man schon als fertige Paste in Drogeriemärkten, deshalb ist sie sehr anwenderfreundlich. Die Paste sollte in einer dünnen Schicht auf die betroffenen Haustellen aufgetragen werden. Sobald die sie getrocknet ist und rissig wird, kann man sie mit kühlem Wasser abwaschen.

Fazit: Tipps zur Linderung von Hautausschlägen durch Allergien

Hautausschläge durch Allergien können unangenehme Symptome wie Quaddeln, Pusteln und rote Flecken verursachen. Um diese Beschwerden zu lindern, sind verschiedene Maßnahmen hilfreich:

  • Identifiziere mögliche Auslöser: Durchführen eines Allergietests, um die Ursache des Hautausschlags zu bestimmen.
  • Führe ein Hautausschlag-Tagebuch: Halte Form, Färbung, Ausbreitung und Beschaffenheit der Haut fest, um dem Arzt wichtige Informationen zur Verfügung zu stellen.
  • Verwende geeignete Salben und Cremes: Konsultiere einen Arzt oder Apotheker für die Auswahl von medizinischen Salben. Entzündungshemmende Cremes wie Zink können auch ohne ärztliche Beratung verwendet werden.
  • Nutze natürliche Heilmittel: Aloe Vera und Heilerde können die gereizte Haut beruhigen und den Juckreiz lindern.

Indem diese Tipps befolgt werden, kann die Behandlung von Hautausschlägen durch Allergien effektiv unterstützt werden.

Über den Autor

Hans-Jürgen Schwarzer (Link Google+) leitet die Online-Agentur schwarzer.de software + internet gmbh. Als Unternehmer und Verleger in Personalunion wie auch als leidenschaftlicher Blogger gehört er zu den Hauptautoren von allergiepraevention.de. Innerhalb seiner breiten Palette an Themen liegen dem Mainzer Lokalpatriot dabei vermeintlich „schräge“ Ideen oder technische Novitäten besonders am Herzen.

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