Hautausschlag Allergie: Tipps gegen Quaddeln, Pusteln & rote Flecken

Hautausschlag und Allergie gehören für viele Menschen fest zusammen. So ein Ausschlag kann extrem unangenehm sein, doch was kann man dagegen machen ?

Hautausschlag: Allergie als Ursache?

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass ein Hautausschlag keine Erkrankung an sich ist, sondern lediglich ein Symptom von unzähligen verschiedenen Krankheiten. So kann bei einem Hautausschlag, eine Allergie, ein Parasit oder auch eine virale Infektion vorliegen.

Da die Diagnose aufgrund der vielen Möglichkeiten extrem schwierig sein kann, ist es für einen Mediziner äußerst hilfreich, wenn der Patient selber schon ein paar Ursachen ausschließen kann. Die folgende Aufzählung listet mögliche Gründe für einen Hautausschlag wie eine Allergie und anderen Erkrankungen auf.

Allergien und Unverträglichkeitsrelationen

Hautausschlag, Allergie, Unverträglichkeit – diese drei Schlagwörter fallen häufig zusammen. Eine Allergie umfasst dabei nicht nur Lebensmittel, Menschen können auf alle möglichen Stoffe allergisch sein. Taucht zum Beispiel ein großflächiger Hautausschlag auf, wäre eine Allergie auf das neue Waschmittel möglich.

Zu den bekanntesten allergischen Reaktionen, die sich durch Hautausschlag äußern, gehören:

  • Nesselsucht
  • Neurodermitis
  • Kontaktallergie
  • Ausschlag durch Medikamentenunverträglichkeit

Bakterielle Infektionen

Hautausschlag gleich Allergie? Nicht immer. So ist Hautausschlag auch ein Symptom von vielen bakteriellen Infektionskrankheiten. Ein paar dieser Erkrankung lassen sich bei der Diagnose allerdings recht schnell ausschließen, da sie zumindest in Europa sehr selten vorkommen und eher in Entwicklungsländern ein Problem sind wie etwa Typhus.

Diese bakteriellen Erkrankungen umfassen außerdem:

  • Infektion durch Streptokokken, auch Scharlach genannt
  • Syphilis
  • Borreliose
Weit verbreitet als Ursache für einen solchen Ausschlag sind aber auch virale Erkrankungen. Dazu gehören viele Kinderkrankheiten, welche die meisten Menschen bereits in jungem Alter durchleben und die deshalb bei Hautausschlag zu einem späteren Zeitpunkt im Leben als Ursache ausgeschlossen werden können. (#01)

Weit verbreitet als Ursache für einen solchen Ausschlag sind aber auch virale Erkrankungen. Dazu gehören viele Kinderkrankheiten, welche die meisten Menschen bereits in jungem Alter durchleben und die deshalb bei Hautausschlag zu einem späteren Zeitpunkt im Leben als Ursache ausgeschlossen werden können. (#01)

Infektionen durch Viren und sogenannte „Kinderkrankheiten“

Hautausschlag bei Allergien ist häufig. Weit verbreitet als Ursache für einen solchen Ausschlag sind aber auch virale Erkrankungen. Dazu gehören viele Kinderkrankheiten, welche die meisten Menschen bereits in jungem Alter durchleben und die deshalb bei Hautausschlag zu einem späteren Zeitpunkt im Leben als Ursache ausgeschlossen werden können. Andere virale Infektionen treten im europäischen Raum nicht auf, so dass sie bei der Diagnose ebenfalls schnell bestätigt beziehungsweise ausgeschlossen werden können.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Masern
  • Windpocken
  • Gürtelrose
  • Röteln
  • Pfeiffersches Drüsenfieber (auch Kusskrankheit genannt)
  • Herpes
  • Ebola
  • Dengue-Fieber
Hautausschlag durch Allergie ist recht weit verbreitet, es gibt aber auch einige seltenere, weniger verbreitete Autoimmunkrankheiten, die sich durch einen Ausschlag äußern. (#02)

Hautausschlag durch Allergie ist recht weit verbreitet, es gibt aber auch einige seltenere, weniger verbreitete Autoimmunkrankheiten, die sich durch einen Ausschlag äußern. (#02)

Pilzerkrankungen und Befall von Parasiten

Auch Pilze und Parasiten können für Hautausschlag verantwortlich sein. Zu den bekanntesten Pilzerkrankungen zählen:

  • Skabies (auch als Krätze bekannt)
  • Pilzinfektionen (wie der bekannte Fußpilz)

Autoimmunkrankheiten oder rheumatische Erkrankungen

Hautausschlag durch Allergie ist recht weit verbreitet, es gibt aber auch einige seltenere, weniger verbreitete Autoimmunkrankheiten, die sich durch einen Ausschlag äußern. Diese Art von Erkrankungen hat eine Immunreaktion gegen den eigenen Körper zur Ursache.
Auch rheumatische Erkrankungen können als Symptom Hautausschlag aufweisen.

Beispiele für beide Arten von Erkrankungen sind:

  • Systemischer Lupus Erythematodes
  • Psoriasis (im Volksmund als Schuppenflechte bekannt)

Video: Hautkrankheiten und der Darm – NEURODERMITIS, SCHUPPENFLECHTE, AKNE

Hautausschlag durch Allergie, Pilz oder Bakterien: Die verschiedenen Arten

Um den Hautauschlag effektiv behandeln zu können, muss die Ursache zunächst richtig diagnostiziert werden. Das Aussehen des Ausschlages ist dabei sehr wichtig. Beim Hautausschlag werden nämlich je nach Erscheinungsbild verschiedene Grundformen unterschieden.

So sieht zum Beispiel Hautausschlag bei einer Allergie anders aus, als ein Hautausschlag bei Masern. Insgesamt gibt es vier verschiedene Gruppen, in die man Hautausschlag unterteilen kann.

Erhebungen auf der Haut

  • Knötchen (Papel)
    Hauterhebung mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern.
  • Knoten (Nodus)
    Eine größere Hauterhebung mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern.
  • Plaque
    Eine flächige Hauterhebung bis zu zehn Zentimetern Durchmesser.
  • Bläschen (Vesikel)
    Eine Erhebung mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern, die mit Flüssigkeit gefüllt ist.
  • Blase (Bulla)
    Eine flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von mehr als fünf Millimetern.
  • Pustel (Pustula)
    Eine Hauterhebung, die mit Eiter gefüllt sind.
  • Quaddel (Urtica)
    Eine beetartige Erhebung mit Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe. Wird auch als Ödem bezeichnet. Kann einen Durchmesser zwischen 0,2 und 10 Zentimeter aufweisen.
Um Hautauschlag effektiv behandeln zu könne, muss die Ursache zunächst richtig diagnostiziert werden. Das Aussehen des Ausschlages ist dabei sehr wichtig. (#03)

Um Hautauschlag effektiv behandeln zu könne, muss die Ursache zunächst richtig diagnostiziert werden. Das Aussehen des Ausschlages ist dabei sehr wichtig. (#03)

Schwellung

Vertiefung in der Haut

  • Riss (Rhagade)
  • Erosion
    Eine oberflächliche Verletzung der Haut.
  • Exkoration
    Eine Verletzung, die tief unter die Oberfläche geht.
  • Geschwür (Ulkus)
    Eine tiefe, chronisch verlaufende Verletzung der Haut.

Hautauflagerungen

  • Schuppen (Squama)
    Oberhaut, die sich an einem zusammenhängenden Bereich ablöst.
  • Kruste (Crusta)
    Eingetrocknete Flüssigkeit auf der Oberfläche der Haut.

Ausschlag ohne Erhebung oder Vertiefung

  • Hautrötung (Erythem)
    Rote Fleckenbildung auf der Hautoberfläche, lokal oder am ganzen Körper.
  • Flecken (Makel)
    Eine umgrenzte Farbveränderung der Haut.
  • Hautvergröberung (Lichenifikation)
    Die Haut verändert sich in großen Flächen und wird lederartig.
  • Reize durch Hautveränderung
    Die Haut brennt oder juckt an den betroffenen Hautstellen.
  • Form und Anordnung der Hautveränderung
    Gruppiert, verstreut oder großflächiger Hautausschlag.

Video: Was tun gegen Hautausschlag?

Hautausschlag durch Allergie oder Lupus: Die lange Suche nach der Ursache

Ein Ausschlag selbst ist keine Krankheit, sondern ein Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung. Und da die Ursachen für diese Erkrankung sehr unterschiedlich sein können, kann das Forschen nach der Ursache, wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen sein. Der Diagnoseprozess ist nicht selten langwierig und extrem anstrengend für den Patienten. In der Regel werden zunächst einmal die Symptome, also der Hautausschlag selber, behandelt.

Bei einem Hautauschlag durch Allergie zum Bespiel, sind Unmengen von Tests notwendig um bestimmen zu können, gegen welchen Stoff die betreffende Person allergisch ist. Bis diese Tests durchgeführt und ausgewertet wurden, erhält der Patient in der Regel ein Antiallergikum, welches die Beschwerden, die mit Hautausschlag häufig einhergehenden Juckreiz erträglicher machen oder sogar kurzzeitig beseitigen.

Im Mittelpunkt der Therapie des Hautausschlags steht aber in erster Linie die Behandlung der auslösenden Erkrankung, denn nur so kann dem Patienten auf lange Frist geholfen werden. Diese Suche kann aber lange dauern. Zudem ist der Hautarzt unbedingt auf die Mithilfe des Patienten angewiesen, der im besten Fall genaue Angaben über Zeitpunkt des ersten Auftretens, die Dauer des Ausschlages sowie dessen Form und Farben geben kann. Auch über kürzlich geänderte Produkte wie Waschmittel, Seifen oder Deodorants sollte man Auskunft geben können.

Video: Juckreiz – was tun? Dr. Yael Adler

Hautausschlag durch Allergie: Tipps gegen juckende Stellen und rote Stellen

Die folgenden Tipps können nicht nur dabei helfen, Hautausschlag zu behandeln, sondern auch die Diagnose der zugrundeliegenden Erkrankung erleichtern.

  1. Mögliche Auslöser erkennen. Tritt juckende Haut immer wieder auf, wie etwa nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln oder nur in einer Jahreszeit, sollte man unbedingt einen Allergietest durchführen lassen.
  2. Ein Hautausschlag-Tagebuch zu führen, kann dem behandelnden Arzt enorm hilfreich sein. Tritt der Ausschlag nur gelegentlich auf, sollte man dort Form, Färbung, Ausbreitung und Beschaffenheit der Haut festhalten.
  3. Salben und Cremes können Hautausschlag oder zumindest die damit verbundenen Beschwerden lindern. Bei medizinischen Salben ist eine Abstimmung mit dem Arzt oder zu mindestens mit dem Apotheker nötig, bei handelsüblichen, entzündungshemmenden Cremes wie zum Bespiel Zink ist das nicht nötig.
  4. Aloe Vera kann bei Hautausschlag durch Allergie ebenfalls helfen, da es die gereizte Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt und so Juckreiz mildern kann. Weitaus effektiver ist es aber bei Bakterien- und Pilzinfektionen, da es mit bestimmten Substanzen diese sogar bekämpfen kann. Zur Behandlung das Aloe-Gel auf die juckenden Bereiche auftragen, für mindestens 15 Minuten einwirken lassen und dann die Reste entfernen.
  5. Heilerde kann ebenfalls gegen Juckreiz helfen, der oft ein Teil von Hautausschlag durch eine Allergie ist. Sehr gut hilft sie auch, wenn die Haut durch häufiges Kratzen schon entzündet ist, da Heilerdepaste kühlend wirkt und zudem die Haut beruhigt. Heilerde bekommt man schon als fertige Paste in Drogeriemärkten, deshalb ist sie sehr anwenderfreundlich. Die Paste sollte in einer dünnen Schicht auf die betroffenen Haustellen aufgetragen werden. Sobald die sie getrocknet ist und rissig wird, kann man sie mit kühlem Wasser abwaschen.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Blaj Gabriel  -#01: NatUlrich  -#02:  Ternavskaia Olga Alibec  -#03: arrowsmith2

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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